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Hubert Maria Dietrich - Biografie

Die musikalische Seite

Ich wurde am 02. Februar 1961 als Kind einer bürgerlichen Familie in Nieder–Olm bei Mainz am Rhein geboren. Als Rheinländer ist man von Hause aus dem Gesange zugeneigt. Mein Vater hatte eine außergewöhnlich schöne Stimme. Er liebte es sehr mit mir zu singen, was leider nicht so oft vor kam. Er hat mir die Liebe zur Melodie und zum Spiel mit dem Wort in die Wiege gelegt.

Mit 8 Jahren fing ich an zu reimen und zu dichten. Mit 13 Jahren hatte ich einen ganzen Ordner mit Liedern und Gedichten gefüllt. Er ist leider verloren gegangen. Mit 18 Jahren durfte ich dann den Wagen meiner Mutter nutzen, um unterwegs zu sein. Mit diesem war ich oft in Frankreich. Ich spielte am liebsten auf den Brücken in Paris, in Nancy und in den kleinen Städten der Provence als Straßenmusiker.

Mein Spiel nannte ich „Stehgreifspielen“! Mein damaliges Streben war es, dass ich „aus der Sekunde heraus“ ein komplettes, lyrisches und mit Harmonie gefülltes Lied erzeugen konnte, je nachdem, in welcher Lebenssitutation ich mich gerade befunden habe, oder welche Situtation es gerade zu besingen galt. Wie weit ich es darin brachte, mögen andere beurteilen, jedoch war schon der ein oder andere Applaus auf offener Straße zu hören.

Danach legte ich die Gitarre einfach weg. Es war irgendwie schlagartig vorbei. Jahrelang schaute ich sie nur an, und ertappte mich dabei, immer wieder mal von alten Zeiten zu erzählen. Und wie gerne ich wieder auf der Straße spielen würde! So wie früher! Emotionen pur!

Seit 1996 beschäftigte ich mich mit mit dem Ur–Schamanismus einiger Völker und lernte viele neue und mir fremde Dinge kennen. Mein geistiges Weltbild veränderte sich sehr. Mein Leben bekam einige, heftige Verwirrungen. Es geschahen große Veränderungen in mir und um mich herum. Ich wurde Sonnentänzer in Mexiko, brachte mit meiner Frau Maria Magdalena Sange den Mondtanz nach Europa, beschäftigte mich mit Alchemie und wurde zum Grenzgänger in vielerlei Hinsicht.

Als wir in Mexiko waren, stießen wir auf ein kleines Lied der Hopi Indianer. Es heißt Kitana po. Dieses Lied ist der eigentliche Grund, warum ich wieder zur Gitarre griff, wieder zu dichten und zu reimen begann. „Musik ist einfach ein wunderschöner Ausdruck von Botschaften aus der eigenen Seele.“

Kitana Po wurde nun schon mit Tausenden von Menschen gesungen. Es geht ein unglaubliche Faszination davon aus. Der Grund für die Konzerte ist Kitana po selbst. Gesungene Wörter einer alten, vergessenen Sprache. Es scheint, dass ein Konzert nur dafür da ist, Kitana po zu singen. Ein Zauber liegt dann in der Luft.

Werden Wunder wahr, wenn ein Zauber im Spiel ist?

Nicht wir, sondern "Kitana po" geht auf Reisen. Die Gedichte, die Lieder, die Band, meine Freunde, meine Frau und ich begleiten es.